EDK-Ost 4bis8

994bis8 EDK Ost – Projektschlussbericht 2010 gesprochener Sprache bezeichnet. Konkret bedeutet dies, dass Kinder beispielsweise Reime und Silben, aber auch Ein- zellaute erkennen und unterscheiden können. Als numerisch- mathematische Kompetenzen werden mengenbezogenes Wissen und elementare Mathematisierungsfähigkeiten be- zeichnet. Konkret bedeutet dies, dass Kinder beispielsweise einVerständnis von Mengen haben oder Objekte klassifizieren und zählen können. Abbildung 12 zeigt, wie viel Prozent der Unterschiede im Lernfortschritt bis zum Ende der 3. Klasse durch individuelle Merkmale und durch Vorläuferkompetenzen zum zweiten Er- hebungszeitpunkt (24 Monate nach Eintritt in die Eingangs- stufe) erklärt werden. Die grösste Bedeutung für den Lernfortschritt in der Mathe- matik haben die Vorläuferkompetenzen. 26 Prozent des Lern- fortschritts bis zum Ende der 3. Klasse werden durch die numerisch-mathematischen Kompetenzen und die phonolo- gische Bewusstheit erklärt. 16 Prozent werden durch die kog- nitive Grundfähigkeit erklärt, 8 Prozent durch die Erstsprache, 4 Prozent durch die soziale Herkunft und je rund 2 Prozent durch Alter und Geschlecht. Für den Lernfortschritt im Lesen ist die phonologische Be- wusstheit besonders wichtig. Sie erklärt 11 Prozent des Lern- fortschritts bis zum Ende der 3. Klasse. Buchstabenkenntnis und erstes Lesen erklärt hingegen nur 2 Prozent. Je 7 Prozent des Lernfortschritts bis zum Ende der 3. Klasse wer- den durch die kognitive Grundfähigkeit und die Erstsprache erklärt, 3 Prozent durch die soziale Herkunft und 1 Prozent durch das Alter. Für die Wortschatzentwicklung bleibt die Erstsprache zentral. Sie erklärt 33 Prozent des Lernfortschritts bis zum Ende der 3. Klasse. 7 Prozent werden durch den Wortschatz zum zwei- ten Erhebungszeitpunkt erklärt, je 6 Prozent durch die kogni- tive Grundfähigkeit und die soziale Herkunft und 1 Prozent durch das Alter. Sprachliche und mathematische Kompetenzen Lesekompetenzen – Die Beschreibung der Lesekompetenzen zu unterschiedlichen Zeitpunkten zeigt, dass beim Eintritt ins Bildungssystem rund ein Drittel der Kinder einige Buchstaben kennt und zum Teil bereits einfache Silben oder Wörter lesen kann. Zwei Drittel kennen zu diesem Zeitpunkt noch keine Buchstaben. Die je nach Modell unterschiedlichen Lernfortschritte im Le- sen zeigen sich nach zwei Jahren besonders deutlich. Der An- teil an Kindern, die bereits Sätze lesen und verstehen, ist in der Grundstufe/Basisstufe grösser als im Kindergarten.Allerdings 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Wortschatz Lesen Mathematik Alter Geschlecht Erstsprache soziale Herkunft kognitive Grundfähigkeit phonologische Bewusstheit Wortschatz Buchstabenkenntnis/erstes Lesen numerisch-mathematische Kompetenz Abbildung 12: Erklärung der Unterschiede in den Lernfortschritten bis zum Ende der 3. Klasse: Prozentanteile (aufgeklärte Varianz)

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