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Quereinstieg als Lehrperson: Manuela (42) und Nils (32) erzählen

Damit nach der grossen Pause vor jeder Klasse eine Lehrperson steht, findet man heutzutage fast in jedem Lehrpersonenzimmer eine Quereinsteigerin oder einen Quereinsteiger. Wegen des anhaltenden Lehrpersonenmangels In der Schweiz unterrichten aktuell rund sieben Prozent aller Lehrerinnen und Lehrer ohne Diplom. 

Im Kanton Zürich zum Beispiel sind im laufenden Schuljahr über 500 Quereinsteigende unbefristet angestellt, im Kanton Bern sogar deren 1500. Dort hat die Erziehungsdirektion im Jahr 2012 eine entsprechende Ausbildung geschaffen. 

Was sind das für Menschen, die sich ganz ohne Ausbildung für einen Job entscheiden, bei dem viele ausbrennen? Wie ergeht es den Quereinsteigenden in ihrem Alltag im Klassenzimmer? Wie werden sie vom Kollegium, wo die meisten Jahre in ihre Ausbildung investiert haben, aufgenommen? Und was sind die Gründe zum Bleiben im Klassenzimmer, oder es wieder zu verlassen?

Die grosse Pause in der neuesten und letzten Folge des Bildungspodcasts der Schulverlag plus AG gehört zwei Quereinsteigenden.

Manuela Grossenbacher ist 42 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern und kommt ursprünglich aus dem kaufmännischen Bereich. 2023 hat sie Belp eine erste Klasse als Klassenlehrperson übernommen und dort ihre Berufung gefunden.

Nils Schätzle ist 32 Jahre alt und arbeitet seit zehn Jahren als Tätowierer. Im Schuljahr 2024/2025 hat er in einer vierten und fünften Klasse in Wilderswil bildnerisches Gestalten und Sport unterrichtet. Danach kehrte er wieder in sein Tattoostudio zurück.